MEIN INSTRUMENT


Mein Instrument ist die Vihuela, ein spanisch-arabisches Instrument
aus der Renaissancezeit mit zwölf Saiten und einem silbrigen,
obertonreichen Klang. Ich ziehe es seit zwanzig Jahren
der Gitarre vor, weil es weniger starke Bässe hat und die Stimme
beim Singen weniger zudeckt.
Die Form der Vihuela (das spanische Wort für Viola) hat in der
Gitarre als Volksinstrument weitergelebt, ihr Klang und ihr
mehrstimmiges Spiel in der Laute, sie selber ist dann außer
Mode gekommen und erst mit der Pflege alter Musik im zwanzigsten
Jahrhundert wieder gebaut und gespielt worden. Von uns aus gesehen
ist es eine Zwischenform, damals war sie ein europäisches
Hauptinstrument und die Unterweisung in seinem Spiel ein
Bestandteil der gehobenen Erziehung.


Vihuela

Trotz ihrer weiten Verbreitung damals gibt es nur noch ein einziges
historisches Exemplar von einer Vihuela in einem Museum in Paris,
hundertfach durchleuchtet, vermessen und nachgebaut.
Zu ihrer Zeit wurden solche Instrumente nicht ästhetisch-antiquarisch,
sondern als Gebrauchsgegenstände geführt und wurden bei
Beschädigungen und Rissen rasch zu Brennholz, weshalb
so gut wie keine mehr übrig sind.






Meine Vihuela ist ein Nachbau des Düsseldorfer Instrumentenbauers
Winfried Heitland aus dem Jahr 1979.










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