Christof Stählin (1942 – 2015)

"Wenn ich beim Spazierengehen an einem Gartenzaun vorbeikomme, lasse ich Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand an den Latten entlangrattern. Ansonsten dichte ich, spiele auf der Vihuela, denke nach, singe, halte meine Spottlust im Zaum und mich selber viel in der freien Natur auf. Ich arbeite in einem alten Stadtturm in Hechingen mit Blick auf die Schwäbische Alb und fahre viel in Deutschland und der Schweiz herum, um meinen Lebensunterhalt durch Gastspiele auf Kleinkunstbühnen zu verdienen. Im Jahr 1950 erhielt ich das Freischwimmerzeugnis (Weitere Ehrungen siehe „Preise und Auszeichnungen“).Ich komme aus einem Pfarrhaus, daher bevorzuge ich die klassische Strophenform mit Reim und Versmaß für meine Lieder und lebe in häufiger geistiger Abwesenheit zugunsten von Zeit- und raumübergreifenden Denkstrukturen. Mein Lieblingsdichter ist der schlesische Aufklärungsdichter Johann Christian Günther (1695 – 1723), mein liebste Musik ist die von Bach."

Preise und Auszeichnungen

1976 Deutscher Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson

mit Emil Steinberger (Kabarett),

Ortrud Beginnen (Kleinkunst)

und Gerd Fröbe (Sonderpreis)

1978 Deutscher Schallplattenpreis

1985 Buxtehuder Kleinkunstigel

1991 Liederpreis des Südwestfunks

2000 Bundesverdienstkreuz

für Verdienste um die deutsche Sprache

2005 Sieger in der Darmstädter Dichterschlacht (poetry slam)

2010 Ehrenurkunde des Preises der deutschen Schallplattenkritik

2013 Ehrenpreis des Deutschen Kleinkunstpreises 

2016 Kleinkunstpreis des Landes Baden–Württemberg (postum)